Lösungen
1. Seite: Autoguiding mit MEADE DSI und FS2-Fernrohrsteuerung
2. Seite: Meine Erfahrungen bei der Astrofotografie mit langer Brennweite
3. Seite: Schliff eines Cassegrain-Fangspiegels
4. Seite: Justierung einer Schmidt-Kamera
Autoguiding mit MEADE DSI und FS2-Fernrohrsteuerung
Dieser Beitrag wurde auch von Michael Koch unter http://www.astro-electronic.de/software.htm veröffentlicht.
Seit kurzem versuche ich mein FS2-gesteuertes Teleskop durch eine Meade DSI-CCD Kamera automatisch nachzuführen. Dazu verwende ich die Originalsoftware, d.h. "Autostar Suite" + DSI-Treiber. Nach Urs Flükiger (siehe Kontakte, Links) geht es auch mit "AstroArt". Die Einarbeit damit soll aber schwieriger sein.
Mit dem neueren Autostar-Update 4 "ASUpdate4wse.exe" hatte ich auf meinem PC große Probleme. Die Kamera lief damit bei mir überhaupt nicht und das Programm ließ sich nur schwer wieder entfernen. Ich kann davor nur warnen!
Auf meinem Notebook ist XP installiert und das Betriebssystem hat offenbar Probleme mit dem DSI-Treiber. Manchmal läuft die Kamera nicht los. Man muss auf jeden Fall am Anfang, bevor "Autostar" gestartet wird, die Kamera über USB anschließen und mehrere Tonsignale abwarten. In Notenschrift können diese ziemlich exakt folgendermaßen ausgedrückt werden:
Sind nur zwei
oder 4 Signale zu hören, läuft die Kamera nicht. Dies ist bei mir meist
ein Kontaktproblem des USB-Steckers im PC. Also in dem Fall den Stecker
so oft wieder raus- und reinstecken, bis nach einer kurzen Pause auch
die Tonsignale 5 und 6 erfolgen!
Mein Notebook wird mit einem Datenkabel SUB-D
9pol.BU ->9pol.Bu 2m über serielle Schnittstellen mit der FS2 verbunden.
Die serielle Schnittstelle befindet sich an der FS2 unten rechts, neben
dem Handbox-Anschluss.
Nun sollte man sich vergewissern, mit welcher COM-Nr.
der serielle Anschluss im PC angemeldet ist, siehe "Gerätemenager". Dort
findet sich ein Ordner "Ports (COM & LPT)". Man klicke in das "+"
Zeichen links vom Ordner und in der aufgehenden Liste sollte stehen: "Communications
Port (COM1)" und "Communications Port (COM2)". Es kann anstelle COM1
oder COM2 auch COM3 oder COM4 stehen. Wichtig ist, dass keine höhere Nr.
eingetragen ist.
Zur Arbeit mit der Software "Autostar Suite":
Öffnen des Programms -> Image -> DSI Imaging
Im aufgehenden Fenster klickt man links auf "Telescope"
und trägt unter "Server or ComX" die COM-Nr. ein. Bei mir steht: COM1.
Weiter unten, unter "FL in mm" wird die Nachführbrennweite vermerkt.
Oben links ist noch neben "Auto exp" ein Häkchen bei "Live" zu machen.
Daneben kann später die Nachführbelichtungszeit verändert werden.
Nun
auf den Button "Connect" klicken. (Dieser verwandelt sich darauf in
einen Button "Disconnect".) Es wird nun versucht eine Verbindung zur
FS2, bzw. zum Teleskop herzustellen. Ist dies gelungen, erscheint unten
links unter "Status":
LX 200
Ver: Classic
Autotrack Only
Wenn das nicht gelang, wird "Scope Connect Error" angezeigt.
Klickt man nun längere Zeit auf eine der Soft-Richtungstasten, verändern sich langsam die Koordinatenangaben auf der Handbox der FS2. Dies ist der einzige Hinweis, den die FS2 auf die erfolgreiche Kontaktnahme mit dem PC liefert!
Zum Autoguiding (wie ich es momentan verstanden habe):
Ist der Kontakt zur FS2 hergestellt und wird ein Leitstern irgendwo auf dem Bildschirm angezeigt, zieht man mit gedrückter linker Maustaste ein kleines Viereck um den Stern. Dieses wird automatisch rot nachgezeichnet und mitten hinein ein grünes Fadenkreuz über das gesamte Bildfeld gezogen.
Unter den Soft-Richtungstasten klickt man nun auf den Button "Tracking". Das Programm beginnt nun automatisch zu kalibrieren, d.h. testet die Wirkung des Antriebs aus. Ist dies beendet, entsteht in der Null-Position des Leitsterns ein gelber Kreis mit Kreuz (siehe Abbildung).

Der PC versucht nun das grüne und das gelbe Kreuz in Deckung zu halten. Das Autoguiding hat begonnen.
Übrigens das Programm "Autostar Suite" kann auch auf dunkle Stellen nachführen. Dazu muss am linken oberen Bildrand bei "Dark Spot" ein Häkchen gemacht werden. Leipzig, den 18.05.2008
Ich muss heute bekannt geben, dass mich
der Einsatz der DSI nachführtechnisch nicht zum Ziel führte.
Obwohl der Kontakt zur FS2 klappte, blieb die Funktion der Software
"Autostar Suite" unkalkulierbar.
Der Kauf und der Einsatz einer "ALCCD 5" (ca. 250,- €), mit einer Chipdiagonale von 8,5mm und 1,3 Megapixeln brachte mir, zusammen mit dem Programm "Guidemaster" (ist super!), den nachführtechnischen Durchbruch!
Siehe die folgende Seite
letzte Veränderung am 29.07.2010
Meine Erfahrungen bei der Astrofotografie mit langer Brennweite