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19760208.R.Mond+ 19760823.2.P.Milch.Sct+ 19760824.4.FO.Milch.Aql+ 19760826.2.FO.Stb.And+ 19760830.2.P.Sth.h,chiPer+ 19781101.1.P.Sth.Hyaden+ 19781101.3.T.Sth.M45+ 19781102.03.P.Stb.Ori.Meteor+ 19781102.04.P.Gn.M42+ 19781102.05.P.Gn.M42+
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Bildinhalt: der offene Sternhaufen Hyaden im Stier (nach einem Kontaktabzug einer 9x12 cm Platte)

Aufnahmedaten:
Aufnahmedatum: 01. November 1978
Belichtungszeit: 15 Minuten
Sichtbedingungen: Himmel mittelmäßig bis mies
Aufnahmeoptik: Tessar 4,5/360
Kamera: von E. Grunert gebaute Astrokamera für 6x9 oder 9x12 cm Platten
Filter: -
Emulsion/Film: ORWO ZU2-Platte, 9x12 cm (normal), ZU2-Platten besaßen eine unsensibilisierte Emulsion (blauempfindlich) mit Lichthofschutzschicht
Aufnahmeort: Sternwarte Sohland
Bildverarbeitung: -

Anmerkungen: Im November 1978 erreichte ich aufnahmetechnisch den Gipfelpunkt meiner „Plattenära“, obwohl ein Teil der verwendeten Fotoplatten überlagert war und die Empfindlichkeit fehlte. Die Kameraanlage wurde extrem genau parallaktisch aufgestellt. Ein Auseinanderdriften der optischen Achsen konnte vermieden werden, weil das Leitrohr mittels Messingschellen auf dem hölzernen Kameragehäuse verschraubt wurde. Eine Roloffsche Stahlgabelfeinbewegung sorgte für feinste Stundenkorrekturen und das Bildfeld des Nachführokulars war beleuchtet.
Die praktischen Schwierigkeiten bei der Durchführung dieser Aufnahmen zeigten mir jedoch deutlich die Grenzen des hier instrumentell Machbaren. Das Sohlander Sternwarteninventar war für die Erfordernisse der astronomischen Langzeitfotografie nicht ausgelegt. Eine Säule mit Fußschrauben musste her, möglichst mit einem ortsfesten, vom öffentlichen Sternwartenbetrieb unabhängigen Instrument.
Aber bis zur Umsetzung dieser Dinge sollten noch Jahre vergehen….
Wie tief greifend dieser Umbruch war, zeigt sich darin, dass es im Jahr 1979 in meinem Beobachtungstagebuch lediglich 2 Eintragungen gibt. Offensichtlich weilte ich in diesem Jahr auch nicht in Sohland! Oder hatte ich bei meinem Sohlandaufenthalt nur durchgehend schlechtes Wetter und vergaß einen Eintrag? Ich glaube es aber eher nicht…. (Sept. 2003). 1979 verbrachte ich längere Zeit im Sommer mit Konzerten des Kirchenmusikers Eschenburg (Rostock) und machte anschließend Urlaub mit Familie und Freundin Barbara in Kühlungsborn. Die Freundschaft mit Barbara brachte viel Unruhe in mein Leben. Hinzu warfen große Gewandhausreisen ihre Schatten voraus (Nov.79-Japan, April 80-Südamerika). Ich zeichnete lange an einer riesigen Sternkarte des Südhimmels. Im Herbst 79 ließ ich bei einem Schlosser in Leipzig die Teile für eine Fotosäule mit Fußschrauben herstellen….
Tagebucheintragung: "„Sohland – Herbst 1978, vom 30.10.-05.11.1978
Ich hatte mir im Gewandhaus eine Woche Dienstfrei geben lassen
(erstes Dienstjahr). Z.Z. ist gerade eine große Amerikareise (USA). Am Montag war ich allein angereist. Die Cubafilme samt Vorführanlage hatte ich mit. Am Donnerstag kam Bernd.
01.11.1978; 20.00 – 4.00 Uhr
Der Himmel riss nach einer Filmvorführung auf und ich stürmte zur Sternwarte. Die Tage zuvor hatte ich bei Grunerts die Astrokamera 4,5/360 mit einer Roloffschen Stahlgabelfeinbewegung,
die ich in Leipzig bauen ließ (siehe 19800807.1...), versehen. Auch der Sonnar 2,8/180 ließ sich daran befestigen. Ich baute rasch auf und justierte. Man hatte die Säule neu gestrichen und die Justierung stimmte sehr schlecht. Auch die Südrichtung musste vom Aufsatzkopf der Montierung her verstellt werden, besonders aber die Polhöhe. Zu Anfang belichtete ich eine Strichspurfokustestaufnahme, wegen des 9x12 cm Formates. Bei „4“ lag der beste Schärfewert und ich belichtete damit auf ZU2 15 Minuten lang die Hyaden. Nach der Entwicklung zeigten sich im Randbereich des Bildes kleine Deformationen. Die Bildmitte war gut. Nach einer weiteren, sehr präzisen parallaktischen Justierung begann ich 23.20 – 2.20 Uhr (3 Stunden) eine Belichtung der Plejaden auf ZU2 Platte (9x12 cm) und mit dem Sonnar 2,8/180 und ORWO DK5-Film. Anschließend belichtete ich von 2.45-3.43 (58 Min.) auf NP 27 Platte 9x12 cm (T. 4,5/360) und DK5 (Sonnar) das M42-Gebiet.
Das Ergebnis war überwältigend. Der Orionnebel wurde kürzer belichtet als geplant, da Wolken kamen. Aber von Bodennebel blieb ich weitgehend verschont.“