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19700315.1.R.Mond+ 19700315.3.R.Mond+ 19710723.6.P.Gn.NGC7000 19730310.2.R.Saturn+.Pl 19730315.2.R.Mond+ 19730821.3.C.Jupiter+.Pl 19730823.1.P.Milch.Stb.Sgr+ 19731230.1.R.Mond+ 19740817.2.P.Sth.M52+ 19741026.1.R.Mond+
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19730821.3.C.Jupiter+.Pl  [9 von 32]


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Bildinhalt: Jupiter mit Wolkenbändern

Aufnahmedaten:
Aufnahmedatum: 21. August 1973
Belichtungszeit: ½ Sekunde, Hutmethode
Sichtbedingungen: Himmel außergewöhnlich gut
Aufnahmeoptik: CS 150/900/2250, 16 mm orth.-Okular
Kamera: EXAKTA VX 500
Filter: -
Emulsion/Film: ORWO NP 15 (FAH-behandelter Kleinbildfilm)
Aufnahmeort: Sternwarte Sohland
Bildverarbeitung: Entwicklung auf der Sternwarte

Anmerkungen: FAH bedeutet Feinkorn-Ausgleich-Hypersensibilisierung. Das Verfahren stammte von Högner aus Tautenburg, (veröffentlicht in der Zeitschrift „Die Sterne“ Heft 4/1971, Wolfgang Högner: „Zur Optimierung astronomischer Photogramme durch das FAH-Verfahren“). Der Film wurde in Formalin gebadet und musste 1 Stunde bei 60ºC gebacken werden. Der NP 15 sollte danach, bei gleicher Feinkörnigkeit, die Empfindlichkeit eines NP 27 Films erreichen.
Sohlandsommer 1973
Vom 20.08. – 31.8.1973 verbrachte ich mit meiner Mutter den 4. Astrourlaub auf der Sternwarte in Sohland. Detlef war bei der Armee und mein Vater blieb zu Hause. Seine noch unentdeckte Krankheit, der er 5 Monate später mit 72 Jahren erlag, ließ ihn offensichtlich von der Reise Abstand nehmen. Wir kampierten zusammen in der Sternwartenbaracke. Leider konnte es auch in diesem Jahr nicht zu einem durchgreifenden astrofotografischen Erfolg kommen, da ich der Meinung war, dass Strichbildungen auf den Platten mit der Scharfstellung zutun hätten. Edmund Grunert hatte mich hier schon vor Jahren auf eine falsche Fährte gesetzt. Tatsächlich lag es an der mangelhaften parallaktischen Aufstellungsgenauigkeit der Montierung und an differenziellen Durchbiegeeffekten zwischen Leitrohr und Kamera.
Tagebucheintragung: „21.08.1973, 20.00 – 0.15 Uhr
Nach langem Zögern klarte der Himmel gegen 21 Uhr vollends auf und ein außergewöhnlich klarer Himmel bot sich uns. Ich baute zunächst beide Astrokameras mit R 63 auf und tätigte mit neuer Stricheinteilung eine Fokustestaufnahme. Leider vergaß ich die letzte Teilbelichtung länger zu belichten. Von 21.45 – 22.15 Uhr belichtete ich mit beiden Kameras und der Exakta (Lydith 3,5/30, UT 18-Film) und Platten 9x12-ZU2 und 6x9-ZU2-FAH die Objekte h,χ Persei. Danach baute ich die Kameras ab und setzte den CS 150/900/2250 auf und fotografierte mit Messingzwischenringen und 16 mm orth.-Okular den Jupiter mit NP 15-FAH.
Bemerkenswert ist, dass der Spiegel wegen zu großem Temperaturunterschied zunächst unscharfe Bilder lieferte. Ich fotografierte auch 1x ohne Okular 10 Sek. lang. Nach dem Entwickeln zweier ZU2 6x9 Platten, sehr gut, machte ich mit Pappzwischenring und dem 1,8/50 Objektiv einige Mondfotos (letztes Viertel). Leider störten aufkommende Wolken. Die Jupiterfotos wurden sehr gut, am besten die Belichtung von ½ - 1“. h,χ Persei mit der 4,5/360 wurde sehr gut. 3,5/250 auch gut, aber etwas extrafokal. Mond unterbelichtet, Schärfe noch nicht sehr gut."